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Im Verleih von Aries Images
Kinostart: 12.06.08
EISENFRESSER
Eine eindrucksvolle Dokumentation von Shaheen Dill-Riaz über Saisonarbeiter auf einer Schiffsabwrackwerft im Süden von Bangladesch.
Die jährliche Hungersnot zwingt die Bauern, ihre Heimat im Norden Bangladeschs zu
verlassen, um als Saisonarbeiter auf den Schiffsabwrack-Werften im Süden des
Landes anzuheuern. An den Stränden von Chittagong zerlegen sie von Hand
ausgemusterte Tanker und Containerschiffe aus den Industrieländern. Regisseur
Shaheen Dill-Riaz konfrontiert uns in seinem Dokumentarfilm mit einem ausgeklügelten System von Ausbeutung und Abhängigkeit. Gerade diejenigen, die die
gefährlichsten und härtesten Arbeiten erledigen, geraten in eine ausweglose
Schuldenfalle, denen nur die wenigsten entkommen können.

PREISE:
Grand Prix 2007 Festival International Du Film D´Environnement, Paris
Ram Bahadur Trophy 2007 Bester Film Festival Film South Asia, Katmandu/Nepal

1. Preis Eine-Welt-Filmpreis NRW 2007
Begründung der Jury:
„Mit ungewöhnlicher Intensität macht der Film, der die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern auf den Schiffsabwrackwerften im Süden Bangladeshs darstellt, das Thema Arbeit sichtbar. Er ist geradezu ein Lehrstück über Ausbeutung und abhängige Arbeit, die keinerlei Rücksicht auf Leben und körperliche Unversehrtheit der Arbeiter nimmt. Die schwierigen Lebensverhältnisse im Norden des Landes, die die Menschen zur Migration zwingen, die unmenschliche und gefährliche Arbeit auf den Werften, die darin besteht, den Schrott der westlichen Welt zu zerlegen, die Rechtlosigkeit, die die Unterdrückung der Arbeiter und ihre Ausbeutung verstetigt, die Zerstörung der Umwelt, die unmittelbar mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen verbunden ist, werden als strukturelle Probleme definiert und gleichzeitig mit persönlichen Schicksalen verbunden. Der zurückhaltende Kommentar des Regisseurs am Anfang des Films eröffnet einen sehr persönlichen Zugang, der sich auch in der Nähe zu den Arbeitern, die er mit einer ungewöhnlich dichten Kamera begleitet, ausdrückt. Der
Filmemacher behält diese Perspektive und den damit gewählten Stil seines Filmes konsequent bei. Die Bildgestaltung und Montage sind hervorragend und tragen über die gesamte Länge des Films zu einem intensiven Miterleben bei.“

Die Antwort von Regisseur Shaheen Dill-Riaz
"... Dieser Preis ist die erste Würdigung des Films. Ich nehme den Preis mit großer Freude an und hoffe, dass er die internationale Öffentlichkeit auf den Film aufmerksam machen wird. ... Das Land Bangladesh wird in den westlichen Medien überwiegend im Zusammenhang mit Flutkatastrophen, Armut oder Korruption erwähnt. Heute findet man in manchen Gebieten kein sauberes Trinkwasser, aber dafür Cola Cola. Eine Peperoni kostet jetzt mehr als ein Anruf im Funknetz.
Diejenigen, die nicht genug zu essen und keinen Strom haben, besitzen ein Nokia Handy und finden überall das Funknetz. Diese Entwicklung erzählt etwas über unsere Zeit.
Als ich am Anfang der Dreharbeit auf der Werft den Schweißer Osman fragte: Warum sterben hier dauernd Menschen? antwortete er: Damit Ihr merkt, dass wir noch nicht tot sind. Unbewusst zitierte er damit einen Satz aus einem Roman des bengalischen Dichters Tagore. Die unzähligen Arbeiter in den Abwrackwerften Bangladeshs entsorgen seit mehr als 40 Jahren den Abfall der westlichen Zivilisation. Viele von ihnen haben dabei ihr Leben verloren. Diese Menschen haben es verdient, mit etwas
Respekt behandelt zu werden. Wir haben alle die Verantwortung, ihre Rechte zu sichern. Mit diesem Film hat unser Team versucht, dem Publikum die Realität dieser Arbeitswelt und dieser Arbeiter näher zu bringen. Ich freue mich sehr, dass die Jury mit diesem Preis bestätigt hat, dass dies gelungen ist. Ich teile meine Freude mit allen Menschen, die an diesem Projekt beteiligt waren. Ich möchte mich bei
allen, die direkt oder indirekt an diesem Projekt beteiligt waren, für ihr Vertrauen und ihre Zusammenarbeit bedanken.“
Bangladesh, 17.09.2007





Trailer
Trailer (WMV)
PRESSEBETREUUNG
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Presseheft
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MOVIE FACTS
Originaltitel: Eisenfresser
Land: Deutschland
Herstellungsjahr: 2007
Lauflänge: 88
Regie: Shaheen Dill-Riaz
FSK: 6
Bildformat: 35mm, OmU
Tonformat: Dolby SRD