Zum Film

Es war und ist einer der größten Skandale der jüngeren Justizgeschichte - Der Fall Mollath.

Mit dem Namen Gustl Mollath verbindet sich einer der größten Justizskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. Siebeneinhalb Jahre wurde Mollath unrechtmäßig in der geschlossenen Psychiatrie festgehalten. Er wurde für paranoid und gemeingefährlich erklärt, soll Autoreifen zerstochen, seine Frau angegriffen und wirre Vorwürfe über Schwarzgeldgeschäfte bei der Hypovereinsbank gemacht haben.

Die Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade haben Gustl Mollath über die Jahre des Prozesses hinweg begleitet und ein intensives und differenziertes Porträt über einen Mann erschaffen, der bis heute für seine Gerechtigkeit und Rehabilitation kämpft. Im Laufe des Films kommen nicht nur Befürworter und Gegner von Mollath zu Wort, sondern auch sein ehemaliger Verteidiger und Anwalt Gerhard Strate, der durch das Wiederaufnahmeverfahren des Prozesses einen Freispruch für seinen Klienten erwirken konnte.

Doch es sind immer noch viele Frage ungeklärt: Wie konnte es zu der siebeneinhalb Jahre andauernden unrechtmäßigen Unterbringung in der Psychiatrie kommen? Könnte das jedem von uns passieren? Welche Schuld trägt das Justizministerium? Und ist Mollath wirklich vollkommen unschuldig?

Der Film Mollath - und plötzlich bist du verrückt kommt dem Menschen Gustl Mollath so nah und persönlich wie nie zuvor. Vielschichtig und eindrücklich skizziert er die Gefangenschaft in der Psychiatrie, die große und zwiespältige Medienberichterstattung, die Wiederaufnahme des Prozesses und schließlich das Leben nach dem Freispruch.

 

Anmerkung: 

Laut dem Stand vom August 2015 hat Gustl Mollath die 60.000 € Entschädigung, welche ihm laut Gerichtsurteil zustanden, noch nicht erhalten, da er in Revision gegangen ist und das Urteil somit nicht rechtskräftig ist.

Cast & Credits

Regie: Leonie Stade & Annika Blendl

Kamera: Eugen Gritschneder

Buch: Annika Blendl, Leonie Stade, Oliver Kahl

Schnitt: Nina Ergang

Musik: Jochen Schmitt-Hambrock

Produzenten: Leonie Stade, Annika Blendl, Michael Schmitt  

Pressestimmen

In ihrem sehenswert, feinfühligen Dokumentarfilm nähern sich die beiden jungen Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade der Hauptfigur dieser kafkaesken Tragödie (..) (programmkino.de)

(..) ein "Must see" (Blickpunkt Film)

 

Trailer DCP für Kinos

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B: gast@zorrotrailer  PW: Trailer

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Plakat

Technische Daten

Deutschland 2015

Länge: 90 Minuten

FSK: 0

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