Zum Film

Sibylle Berg provoziert, irgendwie. Ihre Lebensgeschichte vom DDR-Flüchtling zur Bestsellerautorin klingt fast so, als hätte sie sie selbst erfunden. Früher suchte Sibylle Berg das Glück, heute sucht sie ein Haus.   Im Portrait der großen ironischen Dramatikerin erfahren wir, wie die männliche Form von „Schriftsteller“ lautet, warum diese auf Fotos meist ihren Kopf stützen, welche nützlichen Dinge (z.B. Eistauchen) man in der DDR lernen konnte, wie Pilze die Gehirne von Politikern steuern – und dass sich hinter jeder scheuen Schriftstellerin ein scheuer Mensch verbirgt.

Kinotour

Mit den Regisseurinnen Wiltrud Baier und Sigrun Köhler (Böller & Brot) 

11.05. Caligari, Ludwigsburg

12.05. Koki Pforzheim

Cast & Credits

Dokumentarfilm, 84 min, 2015

Buch, Regie, Kamera, Ton und Schnitt Wiltrud Baier und Sigrun Köhler/ Böller und Brot

mit Sibylle Berg, Katja Riemann, Helene Hegemann, James Goldstein. Jonathan Pylypchuk, Olli Schulz, Ingeborg Lüscher, Christoph Zürcher, Stefan Kister, Michael Geiges, Kerstin Gleba, Wolfgang Matz

Pressestimmen

Die verblüffend ehrliche, erhellende Doku „Wer hat Angst vor Sibylle Berg“ spürt dem bewegten und ereignisreichen Leben der Sibylle Berg nach. (..) Entstanden ist das ehrliche Porträt einer geistreichen Frau, die sich nicht verbiegen lässt. (Programmkino.de)

(..) höchst unterhaltsam, aufschlussreich und, Frau Berg wird es nicht gern hören, authentisch. (Cinema)

Böller und Brot gelingt ein sehr vielschichtiges Portrait der Schriftstellerin. (SWR 2)

 Das filmische Porträt zeigt Facetten einer komplexen Persönlichkeit und unorthodoxen Autorin, unterhaltsam inszeniert mit saloppem, improvisiert anmutendem Ton. (epd Film)

Interessantes und amüsantes Porträt der Kolumnistin (..) (Blickpunkt Film)

Trailer DCP für Kinos

Trailerloop oder Kinofreund

Regiestatement

Als wir Sibylle Berg fragten, ob wir einen Dokumentarfilm über sie machen dürften, sagte sie entschieden: »Vielleicht.« Frau Berg fand die Idee schmeichelhaft, ein persönliches Filmteam zu haben, aber Zeit für Filmaufnahmen hatte sie eigentlich keine.  

Wie in »Das Schweigen der Lämmer« Hannibal Lecter für jeden sachdienlichen Hinweis etwas von Agentin Sterlings Kindheitserinnerung fordert, forderte Frau Berg für jede Filmaufnahme einen erregenden Mehrwert. »Ich bin gerade in L.A. und würde gerne das berühmte Lautner-House besichtigen, bringt ihr Doku-Schlampen mich da rein?« Der in der Goldstein-Residence wohnhafte Milliardär ließ Frau Berg, uns und die Kamera ein, und so begann unser Abenteuer mit einer der schillerndsten deutschen Schriftstellerin ...

Technische Daten

Deutschland 2015

84 Minuten